
RØMØ, DENMARK55.1396° N, 8.4762° E · MAI · LOVERS SESSION
SONGS OF THE SEA
Eigentlich ging es um Porträts. Dann wurde daraus ihr eigener Tag.
Ich kannte Torben, bevor ich ihn als eine Hälfte von Nina und Torben kannte. Er wohnte früher nebenan und spielte in einer Band, die ich live und für Bandporträts fotografiert hatte. Die Kamera war zwischen uns also längst nicht mehr das Fremde im Raum.
Als wir nach Rømø fuhren, waren die beiden schon verheiratet. Was war das also? Technisch gesehen ein Paarshooting. Die Insel war meine Idee, weil ich keine Lust hatte, daraus bloß einen Termin zu machen. Hin, ein paar Bilder, wieder zurück. Ich wollte, dass sie irgendwo zusammen hinfahren und dort einen eigenen Tag haben. Genug Zeit, bis die offensichtlichen Hochzeitsbilder erledigt waren und wir schauen konnten, was danach noch passiert.
Bei mir verändert sich fast jedes Mal etwas Kleines, wenn ich über den Damm nach Rømø fahre. Ich habe das mal Rømø-Magie genannt. Klingt größer, als es gemeint ist, aber das Gefühl ist real. Ich hatte Nina und Torben vorher davon erzählt und gehofft, dass sie vielleicht etwas Ähnliches spüren würden.



































Nichts Dramatisches ist passiert. Gut so. Die Hochzeit lag schon hinter ihnen, und Rømø musste keine zweite daraus machen. Hinterher erzählten Nina und Torben mir, dass sich alles gesetzt und beruhigt hatte, sobald sie über den Damm auf die Insel gefahren waren. Sie waren da. Ich wusste genau, was sie meinten.
Songs of the Sea zeigt ein Paarshooting in Dänemark mit Nina und Torben auf Rømø, einige Zeit nach ihrer Hochzeit. Die Bilder führen durch Dünen, Küste und Kiefernwald und bleiben, was sie von Anfang an waren: eine Porträtsession nach der Hochzeit. Bjørn schlug die Fahrt vor, weil sich Rømø für ihn schon auf dem Damm zur Insel anders anfühlt. Entstanden ist eine dokumentarische und filmische Paarserie aus gemeinsamer Zeit, Bewegung und bewusst gestalteten Porträts.
